Die 4. StrandVÖLKERball-Weltmeisterschaft mit echten Völkern am Oststrand

Ein Trendsport professionalisiert sich – Japaner neuer Weltmeister

Im vierten Jahr wurden die Weltmeisterschaften im StrandVÖLKERball immer professioneller. Die Völker haben im Vorfeld viel trainiert, taktisch geplant, sich verkleidet und Begrüßungstänze einstudiert.

Nach spannenden Vorrundenspielen traten am gestrigen Sonntag die Gewinner und Zweitplatzierten zum Finale an. Folgende Völker kämpften auf hohem Niveau um den Titel: Preußen, Hessen, Ruhrpottler, Japaner, Berliner Fangkuchen und zitty.

In zwei Dreiergruppen konnten sich Preußen und Ruhrpottler sowie Japaner und Hessen für das Halbfinale qualifizieren. Im Überkreuzvergleich schalteten die ungemein kampfstarken Preußen die Hessen aus, bevor im quasi vorgezogenem Finale die wieselflinken Japaner den Titelverteidiger Ruhrpottler schlagen konnten.

In einem hochklassigen Finale behielten schließlich die Japaner gegen die Preußen die Oberhand und wurden verdientermaßen StrandVÖLKERball-Weltmeister 2006.

Erstmalig gab es zwei Sonderpreise: Die Litauer wurden für leckeren Borschtsch, Blinis und ihre Live-Musikeinlagen geehrt – für den neuen Weltmeister bliesen sie gestern spontan ein beeindruckendes Tuba-Solo. Die Japaner sahnten gleich doppelt ab: Sie wurden nicht nur nach 2004 zum zweiten Mal neuer StrandVÖLKERball-Weltmeister, sondern bekamen auch den Sonderpreis für das beste Outfit. Wie schon in den letzten Jahren traten sie mit weißer Kreide und roter Farbe bemalt in minimalistischen Sumo-Lendengurten an und begeisterten die Zuschauer mit expressiven Tanzeinlagen. Aber auch sportlich überzeugten sie durch ausgefeilte Wurf- und Fangtechnik. Vizeweltmeister wurden die Preußen, die mit ihren Pickelhauben und Wilhelm Zwo-Bärten und der obligatorischen Runde Korn für Schiedsrichter und gegnerisches Volk gute Laune verbreiteten. Insgesamt wurden am Sonntagabend Preise im Wert von etwa 500 Euro vergeben, die die Völker noch an diesem Abend in Pizza, Bier und Cocktails umsetzten.

Die Zuschauerzahlen steigerten sich von Tag zu Tag und zum Finale war der Hexenkessel am Oststrand bis auf den letzten Platz gefüllt. Etwa 1.000 Besucher verfolgten die letzten Spiele in der brodelnden Arena und feierten frenetisch die Sieger ebenso wie alle anderen Völker. An den vier Tagen der Endrunde der StrandVÖLKERball-Weltmeisterschaft mit echten Völkern kamen ca. 3.000 Fans an den Oststrand hinter der East Side Gallery.

Moderator Steffen Kepper wurde diesmal von Johanna Klum unterstützt. Beide kommentierten den Spielverlauf kurzweilig und weihten das Publikum in die teilweise kryptischen Spielzüge ein. Die Japaner etwa entwickelten die neue Taktik der „Lokomotive“, bei der sie mit dem Ball in der Hand am Spielfeldrand schnell auf und ab liefen, um dann aus einer unerwarteten Drehung heraus den verdutzten Gegner abzuwerfen.

Die Präsidenten des WeltstrandVÖLKERball-Verbandes, Matthias Böttger und Max Schumacher, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Spiele: „Die internationale Strandvölkerball-Szene wird immer größer und spielstärker. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr am Oststrand.“ Der Veranstalter Hexenkessel und Strand GmbH hat es geschafft, einen neuen Trendsport zu etablieren. Es wird weitergehen mit StrandVÖLKERball – schon jetzt können sich interessierte Völker für die WM 2007 bewerben unter voelkerball@oststrand.de.

Die StrandVÖLKERball-WM ist nur eines der künstlerischen, sportlichen und kulinarischen Highlights, die den ganzen Sommer lang immer wieder zu einem Besuch am Oststrand einladen – das Programm findet man unter www.oststrand.de In Liegestühlen am Ufer und auf dem stillgelegten Lastkahn "Agnes" lassen sich viele relaxte Nachmittage, romantische Sonnenuntergänge und laue Sommernächte verbringen – täglich ab 10 Uhr ist geöffnet.

Oststrand Berlin hinter der East Side Gallery | Mühlenstraße 24 - 26 | Friedrichshain

Konzept und Idee: Max Schuhmacher und Matthias Böttger
Präsident des Weltstrandvoelkerballverbandes: Matthias Böttger
Veranstalter: Hexenkessel und Strand GmbH
Pressekontakt: Bluhm PR, Sylke Bluhm, fon 030 – 24 08 47 88, info@bluhmpr.de
Medienpartner zitty

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